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Stundensatz Gebäudereinigung
berechnen & kalkulieren

Der richtige Stundenverrechnungssatz entscheidet über Gewinn oder Verlust. Viele Reinigungsfirmen kalkulieren zu niedrig und arbeiten unter den tatsächlichen Kosten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Stundensatz sauber kalkulieren – mit Richtwerten, Rechenbeispiel und automatischem Rechner.

Von Markus Perke, Branchenexperte Gebäudereinigung & SaaS-Lösungen · Stand:

Warum ist der Stundensatz so wichtig?

Der Stundensatz Gebäudereinigung (auch: Stundenverrechnungssatz) ist die Grundlage jeder Kalkulation. Er umfasst nicht nur den reinen Lohn der Reinigungskraft, sondern alle Kosten, die für eine produktive Arbeitsstunde anfallen – plus Gewinnmarge. Wer nur den Bruttolohn als Stundensatz ansetzt, macht mit jedem Auftrag Verlust.

Bestandteile des Stundenverrechnungssatzes

Der Stundenverrechnungssatz setzt sich aus mehreren Kostenblöcken zusammen. Diese Vollkostenrechnung stellt sicher, dass alle Aufwände gedeckt sind:

Kostenbestandteil Erklärung Beispiel
Bruttolohn Vereinbarter Stundenlohn der Reinigungskraft 14,25 €
Lohnnebenkosten (~21 %) Sozialversicherung, Urlaub, Feiertage, Krankheit, BG-Beiträge 2,99 €
Material & Geräte (~5 %) Reinigungsmittel, Geräteabschreibung, Verbrauchsmaterial 0,86 €
Fahrtkosten (~3 %) Anfahrt, Fahrzeugkosten, Parkgebühren 0,52 €
Verwaltung & Overhead (~8 %) Büro, Software, Versicherungen, Objektleitung 1,37 €
Kalkulatorische Wagnisse (~2 %) Forderungsausfälle, unvorhergesehene Kosten 0,34 €
Selbstkosten Summe aller Kosten 20,33 €
Gewinnzuschlag (~15 %) Unternehmerische Gewinnmarge 3,05 €
Stundenverrechnungssatz (netto) 23,38 €

Richtwerte: Stundensätze nach Reinigungsart

Die folgenden Richtwerte gelten als Stundenverrechnungssätze (netto) und beinhalten alle Kostenbestandteile plus Gewinnmarge. Die tatsächlichen Werte variieren je nach Region, Betriebsgröße und Qualifikation:

Unterhaltsreinigung

25–35 €

pro Stunde (netto)

Grundreinigung

30–45 €

pro Stunde (netto)

Glas- & Fassade

35–50 €

pro Stunde (netto)

Bauendreinigung

30–50 €

pro Stunde (netto)

Ein detaillierter Überblick über Reinigungspreise pro qm hilft bei der Gegenprüfung. Für die Kalkulation von Bauendreinigungen gelten besondere Faktoren.

Häufige Kalkulationsfehler

Nur den Bruttolohn ansetzen

Lohnnebenkosten, Material, Fahrt und Verwaltung werden vergessen. Das Ergebnis: Jeder Auftrag bringt Verlust statt Gewinn.

Unproduktive Zeiten ignorieren

Rüstzeiten, Anfahrt, Einweisung und Pausenzeiten werden nicht berücksichtigt. Erst die produktive Stunde darf als Kalkulationsbasis dienen.

Keine Gewinnmarge

Viele Betriebe kalkulieren „auf Null" und haben keine Rücklagen für Investitionen oder schwache Monate. Mindestens 10–15 % Gewinnmarge einplanen.

Stundensatz automatisch berechnen mit CleanCalc

In CleanCalc hinterlegen Sie Ihren Stundensatz einmalig in den Einstellungen. Bei jeder Kalkulation wird er automatisch mit den erfassten Flächen und Zeiten verrechnet. Das Ergebnis ist ein professionelles Angebot inklusive Leistungsverzeichnis als PDF. Alternativ können Sie auch direkt pro Quadratmeter kalkulieren lassen.

Häufige Fragen zum Stundensatz Gebäudereinigung

Was ist ein guter Stundensatz für Gebäudereinigung?

Ein marktüblicher Stundenverrechnungssatz liegt 2026 zwischen 25 € und 45 € netto. Der genaue Wert hängt von Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Material, Verwaltungsaufwand und der gewünschten Gewinnmarge ab.

Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gebäudereinigung 2026?

Der Branchenmindestlohn beträgt seit Januar 2026 in Lohngruppe 1 (Innenreinigung) 14,25 € und in Lohngruppe 6 (Glas- und Fassadenreinigung) 17,65 € pro Stunde.

Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?

Addieren Sie zum Bruttolohn die Lohnnebenkosten (~21 %), Material (~5 %), Fahrtkosten (~3 %), Verwaltung (~8 %) und Wagnisse (~2 %). Auf die Selbstkosten schlagen Sie 10–15 % Gewinnmarge auf. Mit CleanCalc wird das automatisch berechnet.

Welche Lohnnebenkosten fallen in der Gebäudereinigung an?

Zu den Lohnnebenkosten zählen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeberanteil), Urlaubs- und Feiertagslohn, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Berufsgenossenschafts-Beiträge und ggf. tarifliche Sonderzahlungen. In Summe etwa 20–25 % des Bruttolohns.

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